Adoption aus Nichtvertragsstaaten

Adoption aus Nichtvertragsstaaten

Wenn es sich um die Adoption aus Nichtvertragsstaaten handelt, ist die Forderung nach gegenseitiger Zustimmung des Heimatlandes sowie des Aufnahmelandes zur Fortsetzung des Adoptionsverfahrens gesetzlich nicht vorgesehen. Die Annahme als Kind ohne Beteiligung einer deutschen Vermittlungsstelle ist hier nicht grundsätzlich verboten, birgt aber in sich bestimmte Risiken. Deswegen rät die Bundeszentralstelle für die ausländische Adoption davon ab, eine Auslandsadoption ohne Beteiligung einer deutschen Vermittlungsstelle vorzunehmen, weil sowohl bei der Einreise des adoptierten Kindes nach Deutschland als auch bei der weiteren Anerkennung dieser Adoption durch das Familiengericht im Anerkennungs- und Wirkungsfeststellungsverfahren wesentliche Probleme auftreten können. Im Rahmen der Abschätzung der Anerkennungsfähigkeit von der im Ausland durchgeführten Adoption ist zu ermitteln, dass der ausländische Beschluss das Wohl des Kindes in ausreichendem Maße in Betracht genommen hat.  Gemäß der Gesetzesbegründung zum Adoptionswirkungsgesetz sieht die nach der deutschen öffentlichen Ordnung ausreichende Überprüfung des Wohles des Kindes eine gründliche fachliche Beurteilung der Lebensumstände der Adoptiveltern voraus. Diese ist meist nur durch eine Fachstelle am Hauptwohnsitz der Adoptiveltern durchzuführen. Das Fehlen der fachlichen Beurteilung begründet die Zweifel an der Übereinstimmung des im Ausland gefassten Adoptionsbeschlusses mit der deutschen öffentlichen Ordnung.

Kategory: Adoptionsvermittlung
29.05.2015